Gaumenfreuden

Tzaziki vs Avocado

Avoneu

 

 

 

 

 

Tzaziki mit Brot, gute Musik und Bier – zakk. Die Studentenparty daheim oder im Wohnheimkeller war damals geboren, zu meiner Studizeit. Und war eine Party geplant, so konnte mit Tzaziki auch derjenige glänzen, der kochtechnisch so gut wie keine Ahnung hatte. Dieser Kochmuffel war dann stolz wie Oskar auf sein Tzaziki, auch wenn die Götter-Speise mit viel zu viel Knoblauch angemacht wurde. Schließlich brachte er was Selbstgemachtes mit und die zwei Kilo Tzaziki in der Schüssel gingen mit reichlich Brot auch schnell weg. Was für den kulinarischen Anfänger Tzaziki, war die exotische Guacamole eher was für den Fortgeschrittenen. Basis: die Avocado, die zerdrückt mit oder ohne Knoblauch, Salz, Pfeffer und Olivenöl zum Dippen und Peppen aufgetischt wurde.

Geht man heute durch Supermärkte, Speisekarten und Instagrams zur gesunden Ernährung, erfreut sich die Avocado offenbar großer Beliebtheit. Andererseits habe ich den Eindruck, entweder mag man sie oder gar nicht. Die Avocado gibt es in diversen Sorten und es gibt sie unter anderem auf Eis, äm, ich meine als Eis, in der Suppe, im Salat und als Brotaufstrich mit verschiedenen Toppings. Mich hat die Avocado jetzt auch wieder erreicht. Am liebsten esse ich sie auf einem Stück Vollkornbrot mit Balsamico-Tomaten und Olivenöl. Köstlich! Mit Avocado, da geht was! Aber nicht für jeden. Das erfahre ich auch in meiner anonymen Blitzumfrage:

„Kann man essen, muss man aber nicht.“

„Ich esse Avocado gerne im Salat. Auf dem Brot muss ich mich wirklich dran gewöhnen, aber im Salat mag ich sie.“

„Ich hasse Avocados.“

„Ich liebe Avocado. Ich kann sie täglich essen einfach als Brotaufstrich. Dabei habe ich immer ein schlechtes Gewissen, weil die Nachfrage so groß ist und die Avocado sehr viel Wasser braucht.“

„Das ist eine ganz tolle Frucht, nur konsumiere ich die so gut wie gar nicht, weil ich eine Doku gesehen habe wie die angebaut werden und weiß, dass zum Beispiel in Spanien und Portugal zum Teil ganze Landstriche komplett ohne Wasser sind, weil eine Avocado beziehungsweise zehn Avocados 100 Liter Wasser irgendwie brauchen bis sie soweit sind, wie sie sind.“

Ups, dass Avocados solche Wassersauger sind wusste ich nicht. Dann gibt`s die nächste Mousse au chocolat eben aus Kichererbsen, der Umwelt zuliebe. Eventuell wird sich dann auch ein Tzaziki-Veteran dafür begeistern.