Habseligkeiten

Eine Meditation, zwei Erkenntnisse

Schildkröteneu

Was habe ich mich gestern gekratzt bei der Meditation. Es hatte aber auch ganz schön gejuckt hier und da am Hals, Gesicht, Rücken. Ujujuj. Mein Darm hatte Laute von sich gegeben. Das war mir peinlich. Nun, ich bin meinem Atem gefolgt oder auch nicht, habe den Vögeln zugehört oder auch nicht. Habe mich gelangweilt und war unruhig. Gedanken kamen und gingen. Neue Gedanken kamen und gingen. Ich war abgelenkt und konzentriert. Und über all dem kamen mir zwei Erkenntnisse:

Vergleiche mit anderen nützen mir nichts, zumindest nichts Positives.

Nimm an und akzeptiere, was da kommt.

Mein Eindruck während der Meditation war, dass fast alle Mitmeditierenden die größe Ruhe und Stille in sich hatten, nur ich nicht. Wie peinlich. Aber dann dachte ich. Na und? Ich vergleiche mich nicht mit anderen. Das macht gar keinen Sinn und bringt mir nichts. Die Geräuschkulisse war ziemlich stark. Vogelgezwitscher, Gespräche von Groß und Klein, Motorengeräusche, Sirenen, Wind. Ich habe mir dann gedacht: So, wollen wir sie alle rein lassen? Ja! Jetzt seid ihr alle da. Macht nichts. Ich akzeptiere euch und baue jetzt keinen Widerstand gegen euch auf.  Das wäre unnötige Energie gewesen. Und als ich an diesen Punkt gekommen war, konnte ich auch wieder zu meinem Atem zurückkehren, mich auf ihn konzentrieren, in meinen Körper spüren.