Yogapraxis

Haken und Anker

Blog Anker

 

 

 

 

 

 

 

Irgendwie habe ich zur Zeit das Gefühl, es hakt, beim Yoga. Ich mache seit Wochen die gleichen Übungen mit wenig Abwechslung, spüre Routine und komme trotzdem immer wieder auf die Matte und meditiere. Wie geht es weiter? Was will ich? Bin ich in einer Yogakrise? Vielleicht ist es so und ich will mir das nicht eingestehen. Fest steht, Yoga ist und bleibt ein Teil von mir. Yoga ist für mich zur Zeit wohl vor allem ein Anker, der mir hilft, mich auf mich zu besinnen, mir näher zu kommen, Kraft zu sammeln, mich zu fokussieren, auf das Wesentliche zu konzentrieren und mich auszurichten. Ich frage mich, will ich in meiner Yogapraxis beim Yin Yoga wirklich neue Asanas, Varianten, mehr Tiefe ausprobieren und erfahren und so statt für Routine und Unterforderung für mehr Abwechslung und Herausforderung zu sorgen? Das ist wohl ein möglicher nächster Schritt, klingt pädagogisch wertvoll, ambitioniert. Im Hinterkopf trotzt dagegen etwas. Ich denke an das (Über-)Angebot beim körperlichen Yoga auf dem Markt der Möglichkeiten in Yogakursen, Zeitschriften, Büchern.., dem ich mich nicht einfach nur anschließen will. Vielleicht, weil Yoga für mich mehr ist als Asanas zu machen und mich dieses (Über-)Angebot überfordert, mich nicht weiterbringt, für mich nicht sinnvoll erscheint, mich nervt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich ein bisschen angepieselt bin vom Iyengar Yoga wie ich es in meinem Kurs erlebe, nämlich vor allem mechanisch, leistungs- und zielorientiert, wenig ganzheitlich, spürbar und wenn, dann vor allem anstrengend und streng. Cut. Während ich diese Zeilen lese, drängt sich mir die Frage auf: Wozu habe ich Lust? Ich möchte auf die Matte kommen, spielen und sehen, was passiert und einfach Spaß haben. Ich frage mich gerade, was würde Pippi Langstrumpft beim Yoga machen? Eine schöne Frage. Ich sehe mich erstmal auf meinem Spielplatz, mit Kerze, Klotz, Decke, meiner Meditationsapp, vielleicht einem Yogabuch und dann schauen wir mal.